Kraft aus dem Urgestein
- Dr. Wolfgang Budde
- 15. Okt. 2025
- 10 Min. Lesezeit
Klino-Vital
Kraft aus dem Urgestein!
Zeolith, Einsatz als Nahrungsergänzungsmittel
Klino-Vital ist ein natürliches Mineralgemisch vulkanischen Ursprungs. Bedingt durch seine Gitterstruktur ist es in der Lage, Ionen auszutauschen. Hauptkomponente des Mineralgesteins ist Klinoptilolith, ein Strukturmaterial mit feinsten Käfigformationen, in die Ammonium-Ionen und einfache Stickstoffverbindungen – sämtliche mehr oder weniger toxisch – definitiv für die weitere Verweildauer im Darm gebunden werden. Die spezifische innere Oberfläche von 1 g Klinoptilolith beträgt 360 m2.
Klino-Vital zeichnet sich durch seinen einzigartigen, wabenähnlichen Kristallaufbau aus – sog. Käfigstruktur – welche ihm die Ionentauschfähigkeit verleiht, d.h. er kann aus einem Medium Ionen in die inneren Hohlräume aufnehmen und festhalten, oder schon aufgenommene Ionen durch andere ersetzen. Welche Ionen nun adsorbiert oder ausgetauscht werden, wird bestimmt durch deren Größe, resp. Durchmesser und den Durchmesser der Eintrittsöffnungen (Poren) in die inneren Hohlräume (Käfige) des Zeoliths. Je besser Größe und Durchmesser eines Ions mit dem Durchmesser der Poren und der Größe der Käfige übereinstimmen, umso mehr verdrängt es die im Käfig vorhandenen kleineren Ionen und umso stärker wird es dort festgehalten (= höchste Affinität). Ionen mit größerem Durchmesser als jener der Poren des Klinoptiloliths können nicht adsorbiert werden.
Der Käfigdurchmesser des Klinoptiloliths beträgt ca. 4 Angström. Dies entspricht dem Ionaldurchmesser von Ammonium (NH4+) sowie von Cs134, Cs137 und H2O. Diese besitzen somit die höchste absorptive Affinität für Klinoptilolith. Nutritiv relevante Ionen sowie komplexere Moleküle (Aminosäuren, Zucker, Vitamine u.a.) bleiben auf Grund dieser selektiven Adsorption verfügbar. Dieser Umstand eröffnet Klino-Vital ein sehr breites Einsatzgebiet. Der feine Vermahlungsgrad sowie die produktspezifische Kornverteilung bedingen eine hohe Partikelzahl pro Gewichtseinheit und garantieren eine gute Verteilung des Klinoptiloliths im Nahrungsbrei und steigern somit die Funktionalität als Ballaststoff.
Im Rahmen der menschlichen Ernährung wird gerade in nährstoffreicher Kost die Bedeutung und Notwendigkeit von aktivem, funktionalem und natürlichem Ballast immer klarer erkannt. Die produktspezifische Zusammensetzung von Klino-Vital bedingt, wie folgend ausgeführt, verschiedene, sich synergetisch positiv ergänzende Wirkungen.
1. Erhöhte Nährstoffnutzung
Volumenvermehrung des Nahrungsbreies
Eine gute Adsorption der Nährstoffe bedingt eine ständige Bewegung und Durchmischung des Nahrungsbreis im Magen-Darm-Trakt. Die dazu notwendigen Reize für die Motorik des Darmes werden durch den Füllungsgrad des Darmes ausgelöst. Ein unverdauliches Restvolumen des aufgenommenen Futters ist somit für einen gut funktionierenden Verdauungsablauf unerlässlich!
Flüssigkeitsbindung
Die Nährstoffverdauung und –adsorption läuft im wässrigen Milieu ab. Dazu bedarf es einer enormen Sekretionsleistung von Mund-, Magen- und Darmschleimhaut bzw. deren Anhangdrüsen. Die Trockensubstanz des Darminhalts nimmt mit zunehmender Nährstoffadsorption ab.
Vehikelfunktion für Nährstoffe
Die aus den Nährstoffträgern herausverdauten, adsorptionsfähigen Nährstoffe lagern sich an die unverdaulichen Ballaststoffe an. Letztere übernehmen den Transport der adsorptionsfähigen Nährstoffe vom Darmlumen an den Bürstensaum der Schleimhautzellen heran, wo ggf. Endverdauung und schließlich Absorption in die Blutbahn stattfinden. Durch diese – temporär wirksame – Speicherfunktion der Ballaststoffe, wird der vorzeitige Abtransport noch nutzbarer Nahrungsbestandteile in den Dickdarm verhindert, die Verweildauer im Dünndarm verlängert.
Speicherfunktion für Elektrolyte, Enzyme und Proenzyme
Elektrolyte und Proenzyme, aber auch bereits aktivierte Enzyme, können vorübergehend an Ballaststoffe angelagert und im Bedarfsfall wieder freigesetzt werden.
Mechanischer Kolonisationsraum für darmbesiedelnde Mikroben
Aus der mikrobiologischen Technologie ist hinlänglich bekannt, dass auf geeigneten Matrizen angesiedelte Mikroben in der Regel langlebiger und aktiver sind als solche, die in der Kulturflüssigkeit flottieren. Ähnliches dürfte für die Mikroflora des Magen-Darm-Traktes zutreffen.
Im Gegensatz zu den gebräuchligen „Rohfaserträgern besitzt der mineralische Ballaststoff entscheidende Vorteile. So wird er weder vom menschlichen Organismus, noch von seinen magen- und darmbewohnenden Mikroben abgebaut. Während die organischen Rohfaserträger meist zwischen 10 bis 30% Ballaststoffe enthalten, kann Klino-Vital zu fast 100% als wirksamer Ballast eingesetzt werden; er nimmt daher im Verhältnis nur wenig vom „Platzangebot“ in Anspruch, welches in modernen Rezepturen ohnehin knapp ist. Die o.g. wesentlichen Funktionen des Ballastes werden durch Klino-Vital somit auf allen Stufen der Verdauung in hohem Maße erfüllt und führen zu verbesserter Nährstoffnutzung. Die Ballastfunktion ist wesentlich gegeben durch die hohe Oberflächen-Adsorptionskapazität des Klinoptiloliths.
2. Organentlastung
Eine der wichtigsten Eigenschaften des Klino-Vital besteht in der Funktion als selektiver Adsorber von Ammoniak, Ammonium-Ionen und anderen Stickstoffverbindungen (Enterotoxine). Diese werden in die inneren „Hohlräume“ der Kristallstruktur eingelagert und sind dort durch andere Ionen nicht mehr austauschbar. Wir gehen hier von einer optimalen Passform von Ammonium und Ammoniak aus, die durch die Übereinstimmung der Durchmesser der Moleküle mit den Eintrittsöffnungen der Kristalle zu Stande kommt. Sie werden somit der Adsorption in die Blutbahn entzogen.
Die Leber wird dadurch von einer aufwendigen Entgiftungsfunktion entlastet und andere empfindliche Organe (Milz, Nieren, Gehirn und Nervensystem, Hormonproduzenten, Immunsystem usw.) sowie verschiedene Enzyme vor Schaden bewahrt. Die für die Entgiftung nicht benötigte Energie kann dadurch für die Leistung verwendet werden. Das bedeutet z.B. erhöhte Widerstandskraft des Menschen, gesteigerte geistige Leistungsfähikeit, Stressabbau usw. Sie fühlen sich ganz einfach wohler!
3. Detoxification
Dank seiner Adsorptionskapazität (physikalische Anlagerung an der Oberfläche) und seiner Absorptionskapazität (Einlagerung kleinerer Molekülkomplexe in besondere innere Strukturen) vermag Klino-Vital Toxine zu fixieren und ggf. unschädlich zu machen. Dies bezieht sich auf toxische Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen werden, aber auch solche, die vom Organismus ausgeschieden oder von Darmmikroben gebildet werden (z.B. biogene Amine wie Kadaverin, Putreszin u.ä.).
| In der amerikanischen Originalausgabe des Buches von Elaine Gottschall über die spezielle Kohlenhydratdiät (SCD) gibt es ein Kapitel, das sich mit dem Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn beschäftigt. Leider wurde dieses Kapitel vom deutschen Verlag nicht in die deutsche Ausgabe des Buches übernommen. Mit der freundlichen Erlaubnis von Elaine Gottschall bin ich jedoch in der glücklichen Lage, auf dieser Seite eine Übersetzung dieses Kapitels veröffentlichen zu dürfen. Kapitel 7 Der Zusammenhang zwischen Darm und Gehirn von Elaine GottschallDie Ursachenforschung von Schizophrenie und anderen ernsten neurologischen Erkrankungen, die bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreichen, hat viele Forscher in die Tiefen des Magendarm-trakts geführt. Obwohl der Darmtrakt anatomisch gesehen weit vom Gehirn entfernt ist, bleibt er für Wissenschaftler, die die Ursachen von neurologischen Erkrankungen untersuchen, weiterhin interessant. In medizinischen Arbeiten wird immer wieder berichtet, dass Allergologen, Gastroenterologen und Psychiater festgestellt haben, dass bestimmte Nahrungsgruppen, schlechte Verdauung und Malabsorption von Vitaminen und Mineralien eine Auswirkung auf die Funktion des Nervensystems und auch des Gehirns haben.Spezialisten für Zöliakie haben bereits 1908 Beweise dafür vorgelegt, daß einige Patienten, die an langandauerndem Durchfall und Malabsorption litten, auch eine Degenerierung des Gehirns, des Rückenmarks und an anderem Nervengewebe aufwiesen. Diese Verschlechterung des Nervensystems bei Zöliakie wurde mit der Malabsorption notwendiger Nährstoffe, Vitaminen und Mineralien, die die krankheitsbedingten Verletzungen des Darmtrakts mit sich bringen, in Verbindung gebracht. Nachdem weitere Fortschritte in der Biochemie und Zellbiologie gemacht wurden, erschienen viele wissenschaftliche Arbeiten, die ausführlich zeigten, was für schwerwiegende Auswirkungen der Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralien auf das Gehirn und andere Nervenzentren im Körper haben kann. Einige Arten von Lähmung und bestimmte psychische Erkrankungen wurden mit einem Nährstoffmangel in Verbindung gebracht, der durch die Malabsorption bei Darmerkrankungen verursacht wird. Seit fast hundert Jahren ist ebenfalls bekannt, dass Mikroorganismen im Darmtrakt Gifte verursachen können, die die Gehirnfunktion beeinflussen. Als unsere jüngste Tochter 1960 durch eine Umstellung der Ernährung eine dauerhafte, bis heute anhaltende Remission ihrer Colitis Ulcerosa erreichte, verschwanden als erstes die krampfartigen Anfälle, die nach dem Einschlafen auftraten. Sie gingen mit einer Art Fieberphantasie einher, dauerten etwa eine Stunde und traten mehrmals die Woche auf. Noch bevor sich die Darmerkrankung besserte, verschwanden diese Anfälle und kehrten niemals wieder. Während der sieben Jahre, in denen ich Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und chronischem Durchfall beriet, machte ich die Erfahrung, dass die Besserung häufig mit dem Verschwinden von langanhaltenden Gemütsleiden, einschließlich Epilepsie, Schizophrenie, Geistesverwirrung, Gedächnisschwäche und absonderlichen Verhaltensweisen begann.Nach der Veröffentlichung meines Buches "Food and the Gut Reaction" (unter diesem Titel erschien das Buch 1987 zuerst, Anm. d. Übers.) erhielt ich Briefe, die dasselbe Phänomen beschrieben.Es gibt viel Literatur über wissenschaftliche Arbeiten, die versuchen, den Zusammenhang zwischen Gehirn und Darm zu erklären. Der französischen Wissenschaftler Dr. H. Baruk fasst 50 Jahre Forschung über Schizophrenie folgendermaßen zusammen:Anstatt diese Erkrankungen als hoffnungslos zu erachten, ist es besser, die Vielzahl dieser Psychosen und Neurosen als Reaktionen auf biologische Faktoren zu betrachten, die häufig ihre Ursache in der Verdauung haben und in der Psychiatrie berücksichtigt werden müssen. Diese toxische Ursache wird viel zu häufig vernachlässigt.Bereits 1923 benannte Baruk einen schädlichen Stamm von Darmbakterien (E.coli - ein normaler Bewohner des Darmtrakts), die ein Gift produzieren, welches sich auf das Nervensystem auswirkt. Baruk folgerte, dass diese Toxizität einen krankhaften Schlaf mit Deliriumszuständen hervorruft, welche eine Art psychische Geistesverwirrung oder Schizophrenie zur Folge hat.Etwa zur selben Zeit berichteten die Ärzte Buscaino von der neurologischen Klinik der Universität in Neapel, dass die meisten Schizophrenen die ein oder andere Form von Darmerkrankungen aufwiesen, ausgenommen manisch depressive Patienten. Außerdem entdeckten sie, dass die Darmbakterienstämme von Schizophrenen abnormal waren. Die Ärzte Buscaino folgerten daraus:Wahre Schizophrenie (nicht nur einige schizophrene Syndrome) sind die Folge einer chronischen Vergiftung durch psychotoxische Faktoren, die im Darm produziert werden.In den 70 Jahren benannte dann der Psychiater Dr. F. C. Dohan alles Getreide und Milch als die entscheidenden Nahrungsfaktoren in diesem Darm-Gehirn Zusammenhang. Manche Wissenschaftler beschrieben diese ungünstige Wirkung der Lebensmittel als eine Art Gehirnallergie oder Immunreaktion. Bei dem Versuch, die Auswirkungen der Lebensmittel mit denen einer typischen allergischen Reaktion gleichzusetzen, gab es unter den Wissenschaftlern große Meinungsverschiedenheiten. Im Jahr 1991 schrieb Dr. J. O. Hunter über dieses kontrovers diskutierte Phänomen, dass man es, da es sich bei dieser Art von "Lebensmittelallergie" nicht um eine immunologische Störung, sondern vielmehr um eine Störung bakterieller Fermentation im Darm handele, besser als eine "enterometabolische (Darm-) Störung" bezeichnen solle.Der Internist Dr. C. Orian Truss konzentrierte sich auf das Verhältnis zwischen Allergie und Infektion. Mit der Veröffentlichung seines Buches " The Missing Diagnosis" entwickelte er das Konzept der Candidiasis (Hefepilzinfektion) als den Ursprung von vielen psychischen und körperlichen Erkrankungen. Unter seinen Patienten mit den unterschiedlichsten Symptomen waren auch Patienten mit psychischen Symptomen, darunter Schizophrenie und Neurosen. Basierend auf der Grundlage, dass die Darmflora, und insbesondere Hefepilze sich im Ungleichgewicht befanden, bezog er eine kohlenhydratfreie Ernährung in seine Behandlung mit ein. Der Grund war, dass von allen Nährstoffen unverdaute und nicht resorbierte Kohlenhydrate (Stärke und Zucker) den meisten Einfluss auf das Wachstum von Darmbakterien haben.In den späten 70er Jahren und während der 80er Jahre erschienen eine Anzahl von Artikeln in medizinischen Zeitschriften, die weiteren Stoff für die bestehende Diskussion der Darm-Gehirn Verbindung lieferten. Ärzte berichteten von Patienten, die nach einer Dünndarmverkürzung schlechter Lebensmittel verdauen und resorbieren konnten und ungewöhnliche neurologische Symptome aufwiesen. Zu diesen Symptomen gehörte Aggressivität, plötzliche Disorientierung, Sehstörung, schlechtes Urteilsvermögen, ausfallendes Verhalten, Sprachstörung, schwankender Gang, Augenrollen, Verwirrung und Delirium. Die Anfälle dauerten zwischen 36 und 80 Stunden. Man fand heraus, dass Kohlenhydrate schlecht verdaut und resorbiert wurden (die Operation hatte die Fähigkeit dazu stark eingeschränkt) und im Darm verblieben. Dort wurden sie von den Darmbakterien im verbliebenen Darmtrakt fermentiert. Das Ergebnis war das Nebenprodukt der Fermentation, D-Milchsäure, die in ungewöhnlich großen Mengen produziert wurde. Zur Zeit wird angenommen, dass diese Säure zusammen mit anderen Nebenprodukten von Darmbakterien in das Gehirn eindringt und die Gehirnzellen vergiftet. Obwohl viele Patienten mit diesen Symptomen mit Antibiotika behandelt wurden, um die Bakterien zu töten, die diese Gifte produzieren, wird angenommen, dass es wirkungsvoller ist, D-Milchsäure zu bekämpfen indem man die Zufuhr der Kohlenhydrate verändert.Es ist ebenfalls bemerkt worden, dass die gleiche Malabsorption und die daraus resultierende Produktion von D-Milchsäure nicht nur bei einer Verkürzung des Dünndarms auftritt, sondern auch bei anderen Darmerkrankungen. Außerdem ist es in der Veterinärmedizin bekannt, dass bei Rindern eine D-Milchsäure-Übersäuerung aus einer Überfütterung mit Getreide resultiert.Seit der Veröffentlichung meines ersten Buches 1987 bekam ich viele Berichte von Menschen mit sowohl Darm- als auch neurologischen Erkrankungen. Die folgenden Krankheitsberichte sind nur ein einige, die den dramatischen Zusammenhang zwischen dem Darm und der Gehirnfunktion aufzeigen:Eine junge Frau mit Colitis ulcerosa berichtete mir gerade über ihre Symptome, als ihre Mutter mich unterbrach, um mir weitere Symptome zu schildern. Allem Anschein nach ging diese junge Frau nicht nur zum Gastroenterologen, sondern auch zu einem Neurologen, weil sie im Schlaf wie ein Hund bellte. Sie nahm Medikamente gegen Schizophrenie gegen dieses Symptom. Ich war gespannt auf den weiteren Verlauf mit der speziellen Kohlenhydratdiät, weil ich ähnliche Fälle kannte, bei denen sie geholfen hatte. Als ich sie nach ihrem nächsten Termin beim Neurologen anrief, erzählte sie mir, dass ihr EEG seit Jahren zum ersten Mal normal war. Kurze Zeit später konnte sie ihr Medikament gegen Schizophrenie absetzten. Es dauerte etwa zwei weitere Jahre, bis sich ihre Colitis ulcerosa verbesserte.Es gab auch viele Babys, deren chronischer Durchfall von epileptischen Anfällen begleitet wurde. Ein Baby bekam herkömmliche Milchnahrung und aß einige feste Nahrungsmittel. Als seine Ernährung auf die spezielle Kohlenhydratdiät umgestellt wurde, verschwanden sowohl der Durchfall als auch die epileptischen Anfälle. Ihm geht es sechs Jahre später immer noch gut. Ein anderes Baby mit Anfällen wurde gestillt und bekam Getreideflocken. Die Mutter stellte ihre Ernährung auf die spezielle Kohlenhydratdiät um und das Baby bekam nur noch Lebensmittel, die diese Diät erlaubt. Seine epileptischen Anfälle verschwanden und sind 5 Jahre später immer noch nicht zurückgekehrt. Der folgende Brief in einer lokalen Zeitung beschreibt diesen Darm-Gehirn Zusammenhang ebenfalls gut. Dieser Artikel wurde als Antwort auf einen früheren Artikel verfasst, bei dem es um eine junge Frau mit Morbus Crohn ging, deren Verlauf von psychischen Problemen begleitet wurde. Als ich die Verfasserin dieses Briefes anrief, wurden weitere Details bekannt. Der Mann dieser Frau wurde wegen Schizophrenie, die er neben seiner Darmerkrankung hatte, über 40 Jahre lang immer wieder in psychiatrischen Kliniken behandelt.Heute las ich mit großem Interesse und viel Trauer Ihren Artikel über Marilyn Isaac und die "mysteriöse" Krankheit, gegen die sie so lange kämpfte und so traurig verlor.Mein Mann leidet schon sein ganzes Leben an dieser Krankheit und hat, anders als es anderen geht, eine Hilfe gefunden.Genau wie Marilyn erhielt er 40 Jahre lang eine Behandlung gegen psychische Erkrankung und verschiedenen anderen Krankheiten. In diesem Mai wog er weniger als 70 kg. Er hatte so lange innerlich geblutet, bis er zu schwach war, sich zu bewegen, sich ständig erbrechen musste und keine Nahrung bei sich behielt. Als sein körperlicher Zustand sich verschlechterte, verschlechterte sich auch seine psychische Einstellung.Ich bin ein eifriger Leser ihrer Zeitung. Anfang Mai haben sie in ihrer Zeitung einen Artikel über ein Buch von Elaine Gottschall mit dem Titel "Food and the Gut Reaction"veröffentlicht, als sie in einem Naturkostladen in der Stadt eine Lesung veranstaltet hatte. Ich kaufte ihr Buch in einem Buchladen. Es bewirkte Wunder - die Diät ist nicht schwer zu befolgen. Es erfordert lediglich einige zusätzliche Arbeiten in der Küche, aber es ist die Mühe wert.Nach vier Monaten mit dieser Diät hat mein Mann 18 Kilogramm zugenommen und ist geistig fit genug, um Auto zu fahren, etwas was er jahrelang nicht tun konnte. Er kann seine Arbeiten verrichten und benötigt keine Hilfe mehr dabei, mich zu versorgen (ich war einige Jahre ans Bett gebunden). Ich denke, dass mit der erneuten Veröffentlichung ihres Artikels anderen Leidenden der Nutzen dieses Buches nähergebracht werden kann. Ich danke Ihnen für Ihre Zeit, um diesen Brief zu lesen und hoffentlich anderen zu helfen. Betty Elder |
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Copyright by Wolfgang Budde 16.02.2003

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